Da ich eine vorgenommene Rezension geschafft habe, mache ich wieder mal eine Aktion mit. Die Klassik-Confessions Frage von Antonia vom Blog
Lauter & Leise lautet diese Woche:
Bevorzugt ihr bei Klassikern die Originalsprache oder eine Übersetzung?
Ich habe den Ehrgeiz, Bücher in der Originalsprache zu lesen, wenn es mir möglich ist. Nicht nur Klassiker, auch neuere Bücher.

Bei Klassikern kann die ältere Sprache dann ein zusätzliches Hindernis sein. So ist mir beim Nachdenken aufgefallen, dass ich vor allem Kinderbücher bisher in Englisch gelesen habe.
Anne of Green Gables (
Anne auf Green Gables) oder
Alice's Adventures in Wonderland (
Alice im Wunderland) und
Through the Looking Glas (
Alice im Spiegeland). Bei den Alice Büchern lohnt es sich sehr, sie auf Englisch zu lesen, weil es darin so viele Gedichte und Wortspiele gibt. Gedichte zu übersetzen heißt ja praktisch, sie neu schreiben. Dabei kann etwas Neues Gutes entstehen, aber das Original ist eben doch sehr anders. Die Logik-Spielchen kann man
ganz gut ins deutsche Übersetzen, aber vom Rest geht meiner Meinung nach bei diesen Büchern viel verloren.
Auf Französisch habe ich noch
Le Petit Prince (
Der kleine Prinz) gelesen.
Auch Kinderbücher können aber schon herausfordernd sein. In den letzten Wochen hat mein Freund mir zum Beispiel
Treasure Island (
Die Schatzinsel) vorgelesen. Die Geschichte ist 1881/82 als Fortzetzungsroman in einer Zeitung erschienen. Mein Freund ist unter anderem Anglist, aber das veraltete Englisch und der Piratensprech haben auch ihn ganz schön herausgefordert. Das sind dann noch Herausforderungen, die über die Fremdsprache hinaus gehen.

Ansonsten habe ich
Brave New World (
Schöne neue Welt) von Aldous Huxley im Original gelesen und fand das ging von der Schwierigkeit her. Ich habe es als rote Reclam Ausgabe, und würde die
rote Reihe auch allen empfehlen, die sich an die Fremdsprachen herantrauen möchten. Die Ausgaben sind gewohnt Reclam-günstig, und am Fuß jeder Seite
stehen darin ein paar ausgewählte schwierigere Vokabeln, so dass man nicht unbedingt ein Wörterbuch dazunehmen muss. Erschienen sind Bücher in Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch und Latein.
In der Schule (auf dem Gymnasium war ich im Englisch Leitungskurs) haben wir
Educating Rita,
The Great Gatsby (
Der große Gatsby) und
Lord of the Flies (
Herr der Fliegen) gelesen. Zu diesen Büchern kann ich nur noch sagen, dass sie mir das Lesen in der Originalsprache zumindest nicht vergällt haben. Keines der Bücher hätte ich bis heute von mir aus gelesen.
Ein Buch das ich nach den ersten Seiten als ziemlich schwer wieder weggelegt habe gibt es auch:
Oliver Twist von Dickens. Ich spüre aber, dass es mich zu ihm zurück ziehen wird. Das kann ich so nicht stehen lassen. 😉
An welches Buch habt ihr euch bisher in Originalsprache rangetraut oder mit welchem Klassiker würdet ihr es gern mal im Original aufnehmen? 🙂
22. Juni 2016 um 14:43
Liebe Andrea,
wenn es sich anbietet, dann lese ich auch gern mal englische Bücher. Für sehr viel mehr Originalsprachen hat es bei mir nicht gereicht. Rudimentär spreche ich noch Russisch und Tschechisch, aber das würde niemals für ein komplettes Buch reichen und schon gar nicht für ein älteres, wie es Klassiker ja zumeist sind.
Besonders reizen würde mich Infinite Jest von David Foster Wallace. Das ist aber schon im Deutschen ein richtiger Koloss, ich möchte gar nicht dran denken, wieviele Monate ich wohl auf Englisch bräuchte.
Viele Grüße,
Janine
22. Juni 2016 um 14:54
Hallo Janine,
und danke für den Kommentar. 🙂
Auch dieses Buch musste ich erst einmal googeln. Du hast so einen interessanten Geschmack für mich. Es sind so oft Dinge die ich noch nicht kannte und wenn ich dann durch Dich davon lese denke ich: „Boah… das will ich ja auch lesen!“
Bleib so wie Du bist. Das mit dem Bloggen machst Du finde ich super. ~ <3
Wer das hier noch liest: Ihr müsst echt mal auf Janines Namen klicken und auf den Blog gehen. Oder unter kapri-zös in meiner Blogroll rechts ist er auch verlinkt. 😉